Das Jahr war lehrreich und wir konnten uns weiter entwickeln.
Ich danke Ihnen/Euch/Dir für das Vertrauen und wünsche besinnliche Weihnachtstage im Kreise eurer Lieben.

Mit den besten Wünschen und weihnachtlichen Grüssen
Hans Martin Grötsch

Foto: Vielen Dank für die Erstellung des Bildes geht an Stefan Pirner vom Hotel Gasthof "Königsteiner Hof"

Weihnachten

Markt und Straßen steh'n verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein steh'n und schauen,
Sind so wunderstill beglückt. Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in's freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
Joseph von Eichendorff

Es ist schnulzig, romantisch verkitscht, rührselig, abgedroschen – es ist einfach wunderschön. Noch kein Weihnachtsgedicht hat geschafft, mich so zu bewegen wie Eichendorffs Zeilen. Weihnachten ist ein Fest der Sehnsüchte – vor über 175 Jahren, als Eichendorff dies schrieb, und heute. Bei Eichendorff, dem deutschen Dichter der Wehmut und Sehnsucht, ist es der Wunsch nach Stille, Ruhe und Besinnlichkeit zum Fest, nach "heil'ge[m] Schauern", wie er schreibt.  Wenn ich mich heute über volle Weihnachtsmärkte quetsche, von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier hetze und in Kassenschlangen versauere, weil ich noch Geschenke brauche, wünsche ich mir auch nicht selten, mit Eichendorff "hinaus in's freie Feld" zu ziehen. Doch Papier ist geduldig. Wer weiß, ob der Dichter Weihnachten jemals selbst so erlebt hat, wie er es beschreibt. Eichendorff mahnt mich: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Sehnsüchte, sondern vielmehr das, was wir aus ihnen machen.
Von Christoph Meurer

Quelle: katholische.de