Meine persönliche Analyse zur Landtagswahl 2018

Eine lange Zeit, die vom Wahlkampf geprägt war, liegt hinter mir.
Zurückblickend muss ich gestehen, dass es zwischen der Bundes- und Landtagswahl nahtlos überging und sich für mich politische Schwerpunkte wie z.B. "Gesellschaftsjahr für alle", Energiepolitik - Dezentrale  Energiewende, Gesunde Ernährung - Regionale Vermarktung, Innere Sicherheit - Starker Staat, Ehrenamt/Vereinsarbeit - Gesellschaftlicher Stützpfeiler.
Bei meiner persönlichen Analyse muss ich verschiedene Themenbereiche durchleuchten, um am Ende zu einer Bewertung zu gelangen.

Ergebnis FREIE WÄHLER Bayern

Mit 11,6% haben wir in Bayern unser historisch bestes Ergebnis eingefahren.
Dies bedeutet einen Zugewinn von 2,6%, dass uns zur drittstärksten Fraktion im zukünftigen bayerischen Landtag für die kommenden fünf Jahre macht.
Dies ist für uns ein großer Erfolg, aber die große Arbeit liegt nun erst vor der neuen Landtagsfraktion mit den Sondierungsgesprächen sowie den möglichen Koalitionsverhandlungen.
Ich bin gespannt und natürlich in Kontakt mit der Landtagsfraktion um inhaltlich jederzeit zuarbeiten zu können.

Ich wünsche allen 27 Mitgliedern der neuen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion alles erdenklich Gute und viel Erfolg für die kommenden fünf Jahre!

Ergebnis FREIE WÄHLER Oberfranken

Mit 11% haben die FREIEN WÄHLER in Oberfranken das Ergebnis um 1,7% verbessert.

Ich gratuliere Thorsten Glauber und Rainer Ludwig zum Einzug in den Landtag über die Oberfranken-Liste.
Für beide muss ein wichtiges Thema aus der Region Hof/Wunsiedel auf der Agenda, bei den Verhandlungen mit der CSU, sein.
Hier erwarte ich eine klare Positionierung (KLARE ABLEHNUNG) beim Thema der Stromtrasse in den Koalitionsverhandlungen!!!!

Persönlich hatte ich gehofft, dass Thorsten Glauber das Direktmandat gewinnt, um die FREIEN WÄHLER in Oberfranken vor Ort zukünftig mit drei Mandaten besser repräsentieren zu können. Leider trat diese Konstellation nicht ein.

Persönliches Fazit:
Mit Florian Wiedemann der im Stimmkreis Bayreuth kandidierte, intensivierte sich der Kontakt und die Zusammenarbeit, die auch zukünftig für unsere Region sehr wichtig ist.
Bei einem Pressetermin sowie einer Veranstaltung konnte ich MdL Thorsten Glauber, den oberfränkischen Spitzenkandidaten der FREIEN WÄHLER in Oberfranken begrüßen.
Mit dem Kreisvorsitzenden von Wunsiedel Dr. Klaus von Stetten, besteht seit der Bundestagswahl reger Austausch, vor allem bei der Thematik Stromtrasse.

Ergebnis FREIE WÄHLER Landkreis Hof

Wir konnten uns im Stimmkreis mit einem Gesamtergebnis von 8,8% und einer Verbesserung um 1,9% freuen.

Erststimmen wurden um 0,8% auf 7,4% und Zweitstimmen um 3% auf 10,2% verbessert.

Persönliches Fazit:
Leider konnte ich den landesweiten Trend der FREIEN WÄHLER mit einem zweistelligen Ergebnis nicht erreichen und zudem war ich auch mit den Zweitstimmen in Oberfranken nicht sehr erfolgreich und bei den FREIEN WÄHLERN der Direktkandidat mit dem schlechtesten Ergebnis.
Hierbei dachte ich, dass meine intensive und zeitraubende Arbeit z.B. im Bereich der Energiepolitik und Stromtrasse mehr Rückendeckung für die weitere politische Arbeit bringen würde. Dies erwies sich als falsch bzw. brachte anderen Parteikollegen einen Stimmenzuwachs.... vermutlich auch bei der Erststimme! Auf alle Fälle sehr entäuschend, was mich auch sehr nachdenklich macht.

Glückwunsch an Alexander König (CSU) der Stimmkreisabgeordneter wurde und Klaus Adelt (SPD), der über die Liste, als stärkster Kandidat seiner Partei in Bayern, eingezogen ist.

Das starke Abschneiden der AfD wird derzeit in der Presse erörtert und in den sozialen Medien diskutiert.
Darüber machte ich mir seit Sonntag nach den ersten Prognosen meine Gedanken. Natürlich gibt es hier für mich eine logische Erklärung. Natürlich darf man in unserer Region die Auswirkungen der Flüchtlingswelle nicht verleugnen, dies gibt natürlich einer Partei wie der AfD einen gewissen Nährboden, ABER
- wenn es seitens der Medien keine PodiumsDISKUSSIONEN zu Bundes- oder Landtagswahlen wie in anderen Regionen gibt
- jeden zweiten Tag über die AfD berichtet wird (Bad News are good News)
- Pressemeldungen stark reduziert und zum Teil falsch wiedergegeben werden (z.B. besuchte der Bürgermeister von Naila, Frank Stumpf, mit dem Europaabgeordneten der FREIEN WÄHLER MdEP, Arne Gericke, nicht den Bauhof, sondern den Bahnhof)
- "kleinere" Parteien in der täglichen Berichterstattung mit den Kandidaten vor Ort eine Ausnahme sind
- beim Besuch unseres Vorsitzenden der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, nicht einmal der gastgebende Kreisvorsitzende der FREIEN WÄHLER im Landkreis, Frank Stumpf, in der Berichterstattung erwähnt wird bzw. aus dem Artikel gestrichen wird
- kritische Pressemeldungen (eine war die Ausnahme) oder bei kritischen Anmerkungen bei Veranstaltungen über den Landrat Dr. Oliver Bär oder über Land- und Bundestagsabgeordneten nicht berichtet wird obwohl auch Reporter vor Ort sind

so macht mich dieser Zustand schon sehr nachdenklich, denn es sollte doch die sachpolitische Auseinandersetzung im Fokus der lokalen Medien sein.
Nur wenn dies geschieht, können solche Ergebnisse der AfD verhindert werden, aber nicht mit der aktuellen Berichterstattung wie oben beschrieben.

An den Stimmen der verschiedenen Stimmbezirke im Stimmkreis, ist auch erkennbar
- wo ich politisch vor Ort aktiv sein durfte
- oder/und Veranstaltungen durchführen konnte

Danke an die FREIEN WÄHLER in Regnitzlosau (Innenhofkonzert, Ortstermin bzgl. der Stromtrasse, Infoveranstaltung bzgl. Stromtrasse) für die Unterstützung und das beste Ergebnis mit 12,7% bei den Erststimmen!
Daher bedanke ich mich bei allen Ortsverbänden die mich/uns unterstützt haben, dies merkt man einfach an den Ergebnissen! (Dieser Satz ist nachträglich als Konkretisierung eingefügt)
Mit der Unterstützung aller Ortsverbände, wäre im Stimmkreis Hof sehr viel möglich und ehrlich gesagt warte ich noch bis heute auf eine versprochene Mail mit der möglichen Unterstützung bzw. Veranstaltungsvorschlag...

DANKE

Ich bedanke mich bei allen die mich in welcher Art und Weise in den vergangenen Wochen und Monaten unterstützt haben.
Allen Oberfranken, die mir mit ihrer Erst- und Zweitstimme ihr Vertrauen geschenkt haben.
Meiner Familie und engsten Freundeskreis für die Rücksicht, aber auch das sie mir sehr oft den Rücken bei anderen Verpflichtungen frei gehalten haben.
Es freut mich aber auch viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben, aus denen auch Freundschaften entstanden sind.

Ausblick

Nun gilt es die Eindrücke der intensiven Zeit zu verarbeiten und auch die Zeit zu nutzen, um die weitere politische Arbeit in Ruhe neu auszurichten um sich konstruktiv in das politische Geschehen, auch ohne Mandat, einzubringen.
Außerdem gibt es im privaten Bereich einiges nachzuholen, dass völlig auf der Strecke geblieben ist.